Nachhaltig Investieren

Nachhaltig investieren ohne Greenwashing

„Geld regiert die Welt“ – dieser Satz bringt auf den Punkt, wie stark Kapitalströme

unsere Zukunft beeinflussen. Wer investiert, entscheidet indirekt darüber, ob

erneuerbare Energien ausgebaut oder fossile Projekte weiter finanziert werden, ob

nachhaltige Infrastruktur entsteht oder bestehende Systeme fortgeführt werden.

Eine nachhaltige Geldanlage ist mehr als ein Trend, sie ist ein Hebel für die

Zukunft.

Gerade durch den Klimawandel oder auch Bewegungen wie Fridays for Future ist

das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stark gestiegen. Immer mehr Anlegerinnen und Anleger

möchten nicht nur Rendite erzielen, sondern ihr Kapital bewusst in Einklang mit ihren

Werten einsetzen.

Das Ergebnis: ein Boom an nachhaltigen Investmentprodukten.

Doch genau dieser Boom bringt auch Herausforderungen mit sich, denn es führt

auch zu zunehmender Verwirrung bei Anlegerinnen und Anlegern.

Greenwashing: ein zentrales Problem nachhaltiger Investments

Mit der steigenden Nachfrage nach nachhaltigem Investieren hat sich auch die

Anzahl entsprechender Angebote vervielfacht. Heute gibt es kaum noch einen

Anbieter, der nicht mit ESG-Kriterien oder nachhaltigen Strategien wirbt. Für Sie

als Anlegerin oder Anleger entsteht dadurch eine berechtigte Frage: Ist wirklich jedes als

nachhaltig deklarierte Produkt auch tatsächlich nachhaltig? Kann das alles wahr

sein?

Die Realität ist differenzierter. Ein erheblicher Teil der Angebote leidet unter

sogenanntem Greenwashing. Die Europäische Union beschreibt darunter eine

Geschäftspraxis, Finanzprodukte umweltfreundlicher oder nachhaltiger darzustellen,

als sie tatsächlich sind. Es wird eine positive Wirkung suggeriert, ohne dass diese in

der Realität ausreichend belegt ist. Gerade im Bereich der Geldanlage ist das

problematisch, da viele Investoren bewusst Verantwortung übernehmen wollen und

dabei Gefahr laufen, auf Marketing statt auf Substanz zu vertrauen.

SG, SFDR und Artikel 8 & 9 Fonds verständlich erklärt

Um mehr Transparenz zu schaffen, hat die Europäische Union regulatorische

Vorgaben eingeführt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die SFDR (EU-

Offenlegungsverordnung). Im Rahmen dieser Regulierung werden Fonds häufig in

zwei Kategorien eingeteilt: Artikel 8 Fonds und Artikel 9 Fonds.

Art. 8 SFDR regelt, dass Fonds, die mit ökologischen oder sozialen Merkmalen

beworben werden, offenlegen müssen, wie sie das tun.

Art. 9 verlangt dasselbe von Finanzprodukten, die behaupten, nachhaltige

Investitionen anzustreben. Wobei es im Rahmen dieser Kriterien explizit erlaubt ist, in

Erdgas oder Atomkraft zu investieren.

 

Diese Einteilung vermittelt auf den ersten Blick Orientierung. In der Praxis zeigt sich

jedoch, dass die Aussagekraft begrenzt ist. Die Kriterien, nach denen diese

Klassifizierung erfolgt, sind nicht ausreichend streng definiert. Hinzu kommt, dass die

Offenlegungen häufig sehr umfangreich und komplex sind, ohne den Anlegerinnen und Anlegern

eine klare Entscheidungsgrundlage zu bieten. Die Folge: mehr Informationen, aber

nicht unbedingt mehr Klarheit.

Warum Greenwashing trotz Regulierung möglich bleibt

Die Kombination aus unklaren Definitionen, schwachen Mindeststandards und

schwer verständlichen Berichten führt dazu, dass Greenwashing weiterhin ein reales

Problem bleibt.

Zwar arbeitet die EU an einer Weiterentwicklung der bestehenden Regelungen, doch

diese wird frühestens 2028 in Kraft treten und dann eine 18-monatige Übergangsfrist enthalten. Geplant ist eine differenziertere Einteilung in die

Kategorien „Nachhaltigkeit“, „Übergang“ und „ESG-Grundlagen“. In die erste

Kategorie fallen Themen- und Impactinvestments, in die zweite Fonds mit guten

ESG-Analysen und Engagement, um die Unternehmen und Staaten zu

nachhaltigerem Handeln zu bewegen. ESG-Grundlagen sind dann alle Produkte, die

zwar gewisse Normen erfüllen, aber wo es nicht für die anderen beiden Kategorien

reicht.

Diese neue Struktur ist ein Schritt in die richtige Richtung, da sie unterschiedliche

Qualitätsstufen nachhaltiger Investments besser abbildet. Dennoch ersetzt auch sie

nicht die Notwendigkeit einer fundierten Analyse.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Regulatorische Labels allein reichen nicht aus, um

nachhaltige Geldanlagen verlässlich zu beurteilen.

 

Tipp: Wir bei FiNUM. haben seit Jahren einen Nachhaltigkeitskompass in

Verwendung, der Ihnen hilft, transparent in die gewünschte Kategorie zu investieren.

Nachhaltig investieren: Worauf Sie wirklich achten sollten

Wer heute nachhaltig investieren möchte, sollte sich nicht allein auf Bezeichnungen

oder Marketingaussagen verlassen. Entscheidend ist vielmehr, wie konsequent

Nachhaltigkeit tatsächlich umgesetzt wird. Ein fundierter Blick auf nachhaltige

Investments berücksichtigt mehrere Ebenen. Dazu gehört unter anderem, ob klare

Ausschlusskriterien definiert sind, etwa im Hinblick auf fossile Energieträger, Waffen,

Atomkraft oder Kinderarbeit. Ebenso wichtig ist die Transparenz der zugrunde

liegenden Analysen sowie die Frage, ob eine Investmentstrategie tatsächlich auf eine

messbare nachhaltige Wirkung ausgerichtet ist. Nur wenn diese Faktoren

zusammenkommen, kann von einer glaubwürdigen nachhaltigen Geldanlage

gesprochen werden.

Nachhaltige Geldanlage

Unser Ansatz: Strenger als die EU

Wir bei FiNUM. setzen bewusst höhere Maßstäbe als regulatorisch vorgeschrieben.

Unser interner Nachhaltigkeitskompass unterscheidet drei Stufen:

Weiß – ESG-Grundlagen

Basis-Nachhaltigkeitskriterien

Zusätzliche Analyse aller Investments

Hellgrün – Übergang

Strenge Ausschlüsse (z. B. Waffen, fossile Energien, Atomkraft, Kinderarbeit)

Fokus auf Transformation

Dunkelgrün – Nachhaltigkeit

Echte nachhaltige Investments

Ausrichtung an den Pariser Klimazielen

Fokus auf messbare Wirkung

Damit gehen wir bewusst über aktuelle und zukünftige EU-Vorgaben hinaus.

Kompetenz in der Beratung als entscheidender Faktor

Neben der Produktauswahl spielt die Qualität der Beratung eine zentrale Rolle. Eine

nachhaltige Geldanlage ist ein komplexes Thema, das fundiertes Fachwissen

erfordert. Deshalb ist es entscheidend, dass alle Beraterinnen und Berater von

FiNUM. nicht nur regulatorische Vorgaben kennen, sondern auch in der Lage sind,

nachhaltige Investments kritisch zu analysieren und verständlich zu erklären.

Regelmäßige Weiterbildungen und Spezialisierungen im Bereich ESG (Zertifizierung

als Nachhaltigkeitsberater:in) sind dabei ein wichtiger Bestandteil einer qualitativ

hochwertigen Finanzberatung. Nur so kann sichergestellt werden, dass

Anlegerinnen und Anleger fundierte Entscheidungen treffen und nicht auf oberflächliche

Nachhaltigkeitsversprechen hereinfallen.

Warum machen wir das alles? Erstens wollen wir die Welt, in der wir leben und in der

unsere Kinder und Enkel aufwachsen, möglichst gut an ebendiese Generation

übergeben können. Zweitens wollen wir, dass jede unserer Kundinnen und Kunden

eine vernünftige Geldanlage im Einklang mit den eigenen Werten bekommen

kann. Und drittens wollen wir Greenwashing vermeiden, indem wir uns auf die echten

Auswirkungen der Investments konzentrieren.

Nachhaltig investieren bedeutet daher nicht nur, die richtigen Produkte auszuwählen,

sondern vor allem, die richtigen Fragen zu stellen. Dabei sind wir von FiNUM. Ihnen

gerne behilflich.

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